You are here

Den Pflanzen im Winter das Atmen erleichtern

News
01.02.2019

Kohlenstoffdioxid (CO2) ist einer der wichtigsten Stoffe, die Pflanzen für die Photosynthese benötigen. Doch im Gewächshaus kann das CO2 schnell knapp werden, wenn die Luftzufuhr von außen unterbunden wird. So ist es durchaus möglich, dass obwohl die Wintersonne die Pflanzenaktivität anregt, diese nicht wachsen.

Ben Geijtenbeek, Senior Crop Technical Specialist bei Syngenta Flowers® mit Sitz in Enkhuizen in den Niederlanden, beschreibt den CO2-Mangel als „versteckten Feind“

und erläutert: „Normalerweise ist genügend CO2 in der Luft, aber im Winter werden die Gewächshäuser wegen der Kälte manchmal geschlossen gehalten. Wenn das CO2 verbraucht ist, kann sich der Assimilationsprozess bzw. die Fotosynthese verzögern oder sogar ganz zum Stillstand kommen, wenn durch fehlenden Luftaustausch kein neues CO2 ins Gewächshaus gelangt.“

Besonders schlimm sei dies, sagt Geijtenbeek, an sonnigen Wintertagen, wenn die Pflanzen unter Glas aktiver werden und mehr CO2 benötigen.

„Weil wir einen CO2-Mangel weder sehen noch riechen können, ist dieser versteckte Feind, der ganz einfach zum Wachstumsstopp führen kann, besonders heimtückisch. Die Produktionskette ist eben immer nur so stark wie ihr schwächstes Glied.“

Um CO2-Mangel vorzubeugen empfiehlt Geijtenbeek, das Gewächshaus vor allem an warmen und sonnigen Tagen so zu lüften, dass das wichtige Gas in ausreichender Menge in der Luft vorhanden ist.

„Die Fenster müssen regelmäßig ein paar Zentimeter geöffnet werden, oder, wenn draußen Frost herrscht, sollte zumindest die Tür ein paar Mal am Tag für eine halbe Stunde einen Spalt breit offen stehen.“

Dieser einfach zu befolgende Tipp verhindert Wachstumsblockaden und trägt zum Erhalt der Pflanzenqualität auch bei suboptimalen Bedingungen bei.